Historie

Die Historie des Schützenverein Icker e.V. von 1954Im Folgenden werden nur einige Eckdaten und Ereignisse dargestellt. Es wird daher nicht der Anspruch einer lückenlosen Chronik erhoben. Die Entstehung des Schützenvereins ist eng verbunden mit dem Ortsteil „ Hinter dem Felde“, denn aus dieser Nachbarschaft entstand der Verein. Da die Bewohner dieses Ortsteiles eine gute und gesellige Nachbarschaft pflegten, trafen sie sich seit 1950 einmal im Jahr zum Adlerschießen in „ Nordmanns Busch“. Danach wurde im Freien oder auf einer Bauerndiele gefeiert und getanzt. Man kann mit Recht behaupten, dass die Wiege des Vereins „Hinter dem Felde“ stand.


1. Adlerschießen 1954

1. Adlerschießen 1954

Im Jahre 1954 wurde auf der Männerwallfahrt nach Rulle überlegt, ob es nichtsinnvoll sei einen Schützenverein in Icker ins Leben zu rufen. Diese Idee setzte sich fest und so fand am 18. November 1954 die Gründungsversammlung in der Gaststätte Trame statt. Anwesend waren 23 Männer aus der Gemeinde. Ferner hatten sich 9 weitere Männer bereit erklärt, dem Verein beizutreten. Kamerad Gerrit Kerkhoff erläuterte hier den Anwesenden Zweck und Ziele des neu zu gründenden Vereins. Nach einer lebhaften Aussprache erklärten alle Anwesenden ihre Mitgliedschaft. In den ersten Vorstand wurden gewählt:

PräsidentStellvertretender PräsidentSchatzmeister

Schriftführer

Kassierer

Schießwart

Ferdinand UhlenkampHermann BruneGerrit Kerkoff

Helmut Krampf

Johannes Glüsenkamp

Josef Brickwedde

 

Die Schützenbrüder Ferdinand Uhlenkamp und Gerrit Kerkhoff gehörten bis zu ihrem Tode dem Vorstand an. Helmut Krampf ist in diesem Gremium seit nunmehr 50 Jahren, davon 32 Jahre als 1. Schriftführer, vertreten. Ihnen gilt heute unser besonderer Dank und Anerkennung für ihre persönliche Einsatzbereitschaft und uneigennützigen Leistungen für den Verein.

1. Königsschießen 1954

1. Königsschießen 1954

Die erste Jahreshauptversammlung fand am 29. Januar 1955 statt. Daran nahmen 31 Mitglieder teil. Auf der Tagesordnung stand neben den Wahlen zum erweiterten Vorstand auch die Errichtung eines Schießstandes als Hauptpunkt. Am 13.Februar 1955 feierte der Verein im Saal des Vereinswirtes Trame das erste gesellschaftliche Ereignis, ein Kappenfest. Das erste Schützenfest wurde am Sonntag, dem 14. August 1955 in den Räumen des Vereinslokals und einem kleinen davor aufgebauten Zelt gefeiert. Das Fest begann um 17.00 Uhr und war gut besucht. 5 Musiker aus Osnabrück sorgten für die musikalische Gestaltung des Festes. Überraschend erschien zu diesem Fest eine Abordnung des Schützenvereins Vehrte. Das Königsschießen fand am darauf folgenden Montag statt. Den Adler dafür hatte der Schützenbruder Frankenberg gebaut. Nach dem Antreten am Vereinslokal um 15.00 Uhr und der Taufe des Adlers marschierten die Schützen, angeführt von der Musikkapelle, die aus den Schützenbrüdern Kursch, Pieper und Rotert bestand, zum Steinbruch. Zu dieser Zeit, wie auch heute noch, wurde jeder Abschuss eines Teiles gefeiert und die glücklichen Schützen revanchierten sich mit einer Lage Zielwasser. Johannes (Hans) Glüsenkamp wurde Sieger dieses ersten offiziellen Königsschießen des Schützenvereins, als er um 19.00 Uhr den Rumpf von der Stange holte. Zu seiner Königin erkor er Agnes Brickwedde und zu seinem Adjutanten Johannes Krampf, der Toni Brune zu seiner Adjutantin ernannte. Den Ausklang fand dieses Fest dann im Vereinslokal bei Freibier vom König und lustigen Wortbeiträgen des Schützenbruders Dallmöller.


1. König des Vereins mit Hofstaat

1. König des Vereins mit Hofstaat

Die folgenden Jahre waren Jahre des Aufbaues und mit sehr viel Arbeit aber auch mit den ersten Erfolgen versehen. In ihnen wurde der Grundstein für die erfolgreiche Zukunft des Vereins gelegt. Wie schon in der Satzung festgelegt, war der Bau eines Schießstandes erklärtes Ziel. Nach ersten Planungen für den Bau im Steinbruch des Präsidenten wurde diese Überlegung verworfen und der Präsident stellte ein Grundstück an der Straße von Icker nach Belm zur Verfügung. So wurde bereits im Juli 1956 unter Leitung des Bauausschusses, der aus den Schützenbrüdern Günter Barrenpohl, Josef Brickwedde, Bernhard Schubert und Franz Wischmeyer bestand, mit dem Bau des eigenen Schießstandes begonnen und unter beträchtlicher Eigenleistung in rascher Zeit bis zum Gründungsschützenfest ( vom 11. – 13. August 1956 ),fertig gestellt. Bereits zu dieser Zeit war das heutige Sponsoring bekannt, in dem für die Finanzierung „Bausteine“ verkauft wurden. 1957 wurde mit dem Präsidenten Uhlenkamp für dieses Grundstück ein Pachtvertrag für denSchießstand und den Festplatz geschlossen. Bereits 1956 erwarb der Verein daserste Kleinkalibergewehr und 1957 wurde die erste Vereinsmeisterschaft ausgetragen. Nach dem Motto „ Wer die Jugend hat, dem gehört die Zukunft“ wurde immer sehr großer Wert auf die Jugendarbeit und Betreuung der Kinder im Verein gelegt. Schon in der Jahreshauptversammlung vom 6.1.1957 wurde die Aufstellung einer Jugendtruppe beschlossen. Und so folgte bereits 1958 für diese Jugendtruppe die Anschaffung des ersten Luftgewehres. 

1959 erwarb der Verein die Vereinsfahne und im Rahmen des Schützenfestes erfolgte am 26.7.1959 unter Beteiligung der Nordkreisvereine und anderer befreundeter Vereine sowie Vertretern des Schützengaues die Fahnenweihe. Ferner wurde in diesem Jahr die Errichtung einer Toilettenanlage auf dem Festplatz vorgenommen.

1963 wurde der Verein unter dem Namen „Schützenverein Icker e.V.“ in das Vereinsregister beim Amtsgericht Osnabrück eingetragen. Ende des Jahres 1963 zählte der Verein mehr als 100 Mitglieder. Die Kinder des Vereins feierten in diesem Jahr erstmals ein eigenes Kinderschützenfest und schossen auch ihren ersten Kinderschützenkönig aus. Am 14.12.1963 wurde der Anbau eines Aufenthaltsraumes an den Schießstand beschlossen. Dieser sollte zum 10-jährigen Bestehen des Vereines fertiggestellt sein. Das geplante Ziel wurde erreicht.

1964 feierte der Verein sein 10-jähriges Bestehen mit 12 Gastvereinen und mehreren Spielmannszügen.

1969 wurde die Überdachung der Luftgewehrstände beschlossen und durchgeführt. Auch diese Baumaßnahme wurde durch Eigenleistungen der Mitglieder verwirklicht. Durch die neu entstandene Siedlung am Dorfrand, gemeint ist die Siedlung Am Hang, bekam der Verein viele neue Mitglieder, die zum Teil noch heute dem Verein die Treue halten. Im Anschluss an eine Fahrt ins Blaue wurde der erste Kegelabend durchgeführt, der den Teilnehmern sehr viel Spaß bereitete. Der Kegelabend wurde fortan für viele Jahre ein ständiger Termin und ab den 90-ziger Jahren durch das Grünkohlessen ersetzt.

1973 trat der damalige Vizepräsident Manfred Lückemeyer aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurück. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung auf Vorschlag von Präsident Uhlenkamp, den erst 1970 in den Verein eingetretenen Handelsschullehrer Alfons Westermann. Dieser hatte sich schon bei der Königsproklamation 1972 durch seine humorvollen Beiträge in die Herzen der Schützen und der Gäste geredet. Nach seiner Wahl dankte Westermann für das entgegengebrachte Vertrauen und versprach sich nach Kräften für das Wohl des Vereins einzusetzen. Wie der weitere Verlauf zeigte, war diese Wahl für den Schützenverein ein Glücksfall. Was er versprach hat Westermann all die Jahre gehalten. In der gleichen Generalversammlung erfolgte auch die Wahl von Hans-Heiner Krampf zum 2. Schriftführer. Beide sind seitdem ununterbrochen im Vorstand tätig.

1974, 20 Jahre nach der Gründung, gehörten dem Verein bereits mehr als 200 Mitglieder an, davon immerhin schon 36 Schülerinnen und Schüler. Weitere Investitionen standen dem Verein ins Haus. Es sollten Scheibenzuganlagen, sogenannte Spiethsche-Anlagen, für das Kleinkaliberschießen angeschafft werden. Auch hier wurde der bewährte Bausteinverkauf erfolgreich eingesetzt. Siegfried Graf fertigt zum ersten, aber nicht zum letzten Mal die Adler für das Königsschießen. Auch heute noch werden diese Vögel im Hause Graf, nunmehr durch Schwiegersohn Hubert Vogt, produziert.

1975 wird durch den Schatzmeister das Beitragseinzugsverfahren auf freiwilliger Basis eingeführt. Die meisten Mitglieder bleiben jedoch bei Barzahlung ihrer Beiträge beim Kassierer. Dieses Zahlungsverhalten hat sich bis heute in das Gegenteil verkehrt und wird nur noch in Ausnahmefällen von einem geringen Teil der Mitglieder in Anspruch genommen. Zum Schützenfest 1975 zeichnete erstmals die Fa. Welling aus Neuenkirchen für die Bewirtung verantwortlich. Diese Verbindung sollte bis in das Jahr 2002 hinein Bestand haben. Der Schützenverein Icker e.V. war nun zum mitgliederstärksten Verein im Schützenkreis Land-Nord herangewachsen und sollte es auch für viele Jahre bleiben. Die intensive Jugendarbeit zahlte sich aus.

1977 erfolgte die Gründung der SSG Burg–Wittekind. Der Verein förderte diese Sportleistungsgruppe von Beginn an durch die Entsendung von Schützen. Denn die Förderung des Schießsportes hatte grundsätzlich immer im Vereinsleben einen besonderen Stellenwert.

1978 waren Präsident Uhlenkamp als König und Vizepräsident Westermann als Adjutant in den Hofstaat eingebunden. Aus diesem Grunde übernahm auf Bittendes Präsidenten Uhlenkamp der Schriftführer Helmut Krampf, als amtierender Präsident für ein Jahr die Leitung der Versammlungen.

1979, 25 Jahre sind seit der Gründung vergangen. Dieses Jubiläum wurde zum Anlass genommen, ein größeres Fest zu planen. Es nahmen am Schützenumzug die Schützenvereine Hollage, Powe, Lechtingen, Atter, Belm, Vehrte, Piesberg, Venne, Widukindland, Nord, Schwagstorf, Eichenlaub, Stirpe-Ölingen, Dodesheide, Lotte und Schleptrup sowie die Bläserchöre Rulle und Bohmte und die Spielmannszüge Haste, Vehrte und Venne teil. Den Zuschauern am Wegesrand bot sich ein farbenprächtiges Bild. Die geschmückten Fahrräder der Kinder hatten daran ihren besonderen Anteil. Ferner konnten Ehrengäste aus Politik, Kirche und dem Schützenwesen zu den Feierlichkeiten begrüßt werden. Der Höhepunkt war der Auftritt des aus Funk und Fernsehen bekannten „Medium Terzett`s“. Das Zeltvolk war begeistert und dem Verein etwas Besonderes gelungen. Dem Verein gehörten im Jubiläumsjahr 298 Mitglieder an, davon immerhin 61 Schüler unter 15 Jahren. Auf eine nunmehr 25-jährige Vorstandstätigkeit konnten Präsident Ferdinand Uhlenkamp, Schriftführer Helmut Krampf und Schatzmeister Gerrit Kerkhoff zurückblicken.

1980 erklärt Ferdinand Uhlenkamp aus Altersgründen seinen Rücktritt als Präsident und wollte dieses Amt in jüngere Hände legen. Vorgeschlagen und gewählt wurde der bisherige Vizepräsident Alfons Westermann, der sich eindrucksvoll für diese neue Aufgabe empfohlen hatte. Als erste Amtshandlung ernannte er Ferdinand Uhlenkamp zum 1. Ehrenpräsidenten des Schützenvereins. Als neuer Vizepräsident wurde Franz Altewichard gewählt. Das erste Sommerfest wurde als sogenanntes „Flaschenfest“ gefeiert und wie beschlossen der Erlös einem guten Zweck zur Verfügung gestellt. In Höhe von über 900 DM fand dieser im Kindergarten Haltern eine sinnvolle Verwendung. Wegen der guten Beteiligung der Damen am Schießen und der sehr guten Ergebnisse, wurde eine Damensportmannschaft gegründet. Damit war die Emanzipation der Schützendamen im Verein gelungen.

1983 übergab mit über 70 Jahren Gerrit Kerkhoff, der in der Gründungsversammlung zum Schatzmeister gewählt wurde, nach mehr als 28 Jahren dieses Amt an seinen Nachfolger Karl-Heinz Kampmeyer. Gerrit Kerkhoff gehörte zu denen, die an der Wiege des Vereins standen. Für die langjährige Arbeit und die erworbenen Verdienste für den Verein wurde er zum Ehrenschatzmeister ernannt. Ehrenpräsident Uhlenkamp wurde in diesem Jahr mit dem Ehrenbrief des NWDSB ausgezeichnet. Hans-Hubert Brockmann gelang es als erstem Vereinsmitglied einen Bezirksmeistertitel für den SV Icker zu erringen. Die Modernisierung im Schießsport schritt voran. Die ersten vier elektrischen Scheibenzuganlagen für den Luftgewehrstand wurden angeschafft.

1984: Das 30-jährige Bestehen wird im kleinen Rahmen mit den Patenvereinen Vehrte und Dodesheide gefeiert. Am 2.1. 

1986 erleidet der Verein einen herben Rückschlag. Durch einen Einbruchsdiebstahl in den Schießstand werden dem Verein alle Gewehre (5 Luftgewehre, 2 Kleinkalibergewehre und diverses Material und Geld) aus dem gemauerten Gewehrschrank gestohlen. Die Metalltür hielt der Gewalt stand dochdie Täter verschafften sich mittels eines Mauerdurchbruches Zugang zu den Sportgeräten. Der Schaden belief sich auf rd. 10.000 DM und musste letztendlich selbst vom Verein getragen werden. Durch die Unterstützung der Nachbarvereine mittels Leihe von Gewehren konnte der Schießsportbetrieb jedoch aufrechterhalten werden. Ein herzlicher Dank an dieser Stelle. Gründungsschriftführer Helmut Krampf schied nach 32 Jahren in dieser Funktion auf eigenen Wunsch aus diesem Amt aus. Als Dank erhielt er die Ernennung zum Ehrenschriftführer und den Ehrenbrief des NWDSB. Die von ihm sauber geführte Chronik ist ein überragendes Dokument der Ereignisse des Vereinslebens, so Präsident Westermann. Nachfolger in diesem Amt wurde der bisherige 2.Schriftführer Hans-Heiner Krampf, der bis zum heutigen Tage dieses Amt ausübtund selbst auf 32 Jahre Vorstandstätigkeit zurückblicken darf. Die traditionelle Platzkasse beim Schützenfest wurde in diesem Jahr vom Schützenverein abgeschafft. Damit folgte der Verein als letzter im Nordkreis dem Beispiel der übrigen Vereine. Wilfried Barrenpohl errang zum zweiten Mal den Rumpf und erhält damit nach Ferdinand Uhlenkamp den Titel eines Schützenkaisers. Das Vereinslokal durchlebte heftige Turbulenzen und der Verein wurde fast heimatlos.

1987 wurde durch den plötzlichen Tod des Vizepräsidenten Franz Altewichard diese Position vakant. In der Generalversammlung vom Januar 1988 erfolgte die Wahl von Friederich (Friedel) Lücke zu seinem Nachfolger. Im Vereinsjahr 1988 musste erstmals in der Vereinsgeschichte fast durchgängig durch die vielen Neuanschaffungen ein negativer Kassenbestand hingenommen werden. Aus diesem Grund wurde 1989 die 1. Tombola zum Schützenfest mit Erfolg durchgeführt. Auf der Mitgliederebene hat der Verein den größten Schülerzuwachs im Kreis Nord erzielt und erhält die dafür ausgelobte Prämie. Ein weiterer Beweis für die Beliebtheit des Vereins in der Gemeinde ist damit erbracht.

1990 / 91: Gegen Ende des Jahres wurden erste Überlegungen zu einem Um-/Erweiterungsbau des Schießstandes in Angriff genommen. Der Luftgewehrstand entsprach nicht mehr den Anforderungen des Schießsportes und war für die gewachsene Mitgliederzahl zu klein geworden. In der Generalversammlung vom 13.1.1991 erhielt der Vorstand den konkreten Auftrag, dieses bisher angedachte Projekt zu verwirklichen. Als ersten Schritt wurden Satzungsänderungen vorgenommen, die den abgaben rechtlichen Anforderungen der Gemeinnützigkeit entsprachen und dadurch unter anderem die wirtschaftliche Grundlage für die Erzielung von Spenden für den Verein zuließen. Diese waren für die Verwirklichung der Pläne zwingend erforderlich. Gleichzeitig wurden die Beiträge erhöht. Das erhöhte Beitragsaufkommen war für dieses Projekt zweckgebunden zu verwenden. Schützenbruder Martin Kollmann erklärte sich bereit, die planerische Arbeit zu übernehmen und Vorschläge zu unterbreiten. Zur Erarbeitung von Finanzierungsmöglichkeiten und zur Erfüllung von Koordinierungsarbeiten wurde ein Bauausschuss gegründet.

1992 wurde dem Schützenverein die Gemeinnützigkeit i.S.d. Abgabenordnung zuerkannt. Wegen den Änderungen im Waffenrecht wurde für die Schülerschützen die Anschaffung einer ersten Armbrust erforderlich, damit diese weiterhin am Schießsport teilnehmen konnten. Auf Grund der Größe des Vereins wurde ein 3. Schriftführer berufen. Durch die haltlosen hygienischen Zustände im Vereinslokal wurden Versammlungen von dort weg verlegt. Der Verein war heimatlos und es wurde höchste Zeit für das eigene Vereinsheim. Für dessen Finanzierung wurden große Anstrengungen unternommen.

1993 mussten Rückschläge in der Finanzierung hingenommen werden, die durch die öffentlichen Sparzwänge entstanden waren. Planungsschwierigkeiten mit dem Landkreis Osnabrück konnten mit Hilfe der Politik ausgeräumt werden. Ein unglaublicher finanzieller Kraftakt der Mitglieder und den Gönnern des Vereins war gelungen. Der finanzielle Grundstock für das Schützenhaus-Projekt war gelegt. Nach dem Schützenfest begann mit tausenden Stunden Eigenleistungen die Erstellung des Schützenhauses. Die offizielle Grundsteinlegung fand am 11.10.1993 und das Richtfest bereits am 30.11.93 statt. Der Partyservice Hawighorst übernahm im gleichen Jahr das Vereinslokal. Eine Kooperation mit diesem Unternehmen wurde angestrebt und lebt bis heute fort.



1994: Das Eintrittsalter für den Vereinsbeitritt wurde auf 6 Jahre herabgesetzt. Hierdurch konnten weitere Mitglieder gewonnen werden. Die Versammlung vor dem Schützenfest fand bereits in dem neuen Schützenhaus statt. Dessen feierliche Einweihung fand am 1.10.1994 mit den Vertretern der Kirche, der Wirtschaft, der Politik, den Nordkreisvereinen sowie den Mitgliedern, Freunden und Gönnern des Vereins statt. Von nun an avancierte das Schützenhaus zum Mittelpunkt der Jugendarbeit, des Vereinslebens und des Dorflebens. Dementsprechend wurden weitere Investitionen in den Folgejahren in die technische Sportausrüstung getätigt, wodurch die Jugendarbeit dauerhaft, nicht zuletzt auch durch den persönlich engagierten Einsatz der Jugendsportleiter, intensiviert wurde. Zum Schützenfest erfolgte der erste Verkauf von Kuchen und Kaffee mit großer Resonanz.

1995: Wegen steigender Beiträge an den Schützengau und anderer gestiegener Kosten wurde die seither letzte Beitragsanhebung beschlossen. Trotzdem hat der Verein wohl immer noch einen der niedrigsten Beiträge im Schützengau, gemessen an anderen Sportvereinen ist er sogar einmalig günstig. Wegen der Renovierung der Kirche, fand der Festgottesdienst in diesem Jahr im Festzelt statt. Da es in den letzten Jahren schwer war, Königsbewerber zu finden, wurden für dieses Amt Kostenreduzierungen und eine stärkere Förderung durch den Verein beschlossen. Durch diese Maßnahmen sollte wieder jedem Mitglied die Möglichkeit eröffnet werden, dieses Amt anzustreben. Wie die Folgejahre zeigten, war es der richtige Weg. Dem Verein gehörten nun über 400 Mitglieder an.

1996: Das Kreiskaiserschießen wurde erstmalig vom Schützenkreis Osnabrück-Land-Nord ausgetragen und fand sein Zuhause in Icker. Auch die Ickeraner Mahlzeit wurde ins Leben gerufen und findet ebenfalls jährlich im Schützenhausstatt.

1997 ein Jahr der Konsolidierung, aber nicht des Rückschrittes und der Verein wuchs weiter.

1998: Präsident Westermann tritt aus Altersgründen nach 18 Jahren Präsidentschaft nicht wieder zur Wahl an. Er wurde zum 2. Ehrenpräsidenten des Vereins ernannt und erhielt aus der Hand des Kreispräsidenten die hohe undseltene Auszeichnung der großen Verdienstmedaille am schwarz-weißen Band, die gleichzeitig die Ehrenmitgliedschaft im Osnabrücker Schützengau beinhaltet. Umfangreiche Umbesetzungen des gesamten Vorstandes standen an. Die größte jemals an einer Versammlung teilnehmende Anzahl von 100 Mitgliedern wurde festgestellt. In geheimer Wahl wurde Friedel Lücke zum Präsidenten gewählt. Spannend war insbesondere die Wahl des Vizepräsidenten, die Josef Holtmeyer gegenüber dem Mitbewerber Hans-Heiner Krampf für sich erfolgreich entscheiden konnte. Auch dieses Präsidententeam hat sich bewährt und den Verein weiter voran getrieben.

1999: Die nächsten Baumaßnahmen in Form eines Geräteraumes und der Verklinkerung des KK-Standes wurden in Angriff genommen. Ferner erfolgte die Befestigung des Vorplatzes durch eine Pflasterung. Auch hier waren neben den Mitgliedern viele Gönner und Freunde des Vereins an der Finanzierung beteiligt.

2000: Die Doppelkopfturniere wurden seit 1995 durchgeführt und nach 59 Veranstaltungen eingestellt. Neue Probleme tauchten auf, da das historische Kinderkarussell nicht mehr zur Verfügung stand. Der Besitzer Brockschmidt war nicht mehr tätig. Einen gleichwertigen Ersatz zu finden war fast unmöglich. Das 950-jährige Bestehen des Dorfes Icker wurde in den Schützenfestumzug integriert und gerät durch die Teilnahme zahlreicher Gruppen und Themenwagen zu einem farbenfrohen Spektakel. Außergewöhnliches Interesse wurde durch die unzähligen Schaulustigen dokumentiert. Durch eine erhöhte Besucherzahl wurde auch dieses Schützenfest zu einem Erfolg.

2001: Der Verein verschließt sich nicht neuer Informationstechnologien undrichtet durch Karl-Heinz Lager eine eigene Homepage www.svicker.de ein. Als erste Frau in der Vereinsgeschichte errang Bernadette Krampf die Königs würde. Ihr Ehemann Ansgar Krampf wurde zum Prinzgemahl berufen.

2002: Der Euro wurde eingeführt, die Beiträge blieben aber entgegen den allgemeinen Preisen stabil. Der Vertrag mit dem Festwirt Welling wurde nach 27Jahren gekündigt.



2003: Das Jahr stand ganz im Zeichen des Jubiläumsfestes und dessen Vorbereitung. Allen Freunden und Gönnern dürfen wir im Jubiläumsjahr für die uns in all den Jahren entgegengebrachte Unterstützung herzlichst bedanken. Dem Verein gehören im Jubiläumsjahr fast 500 Mitglieder an, davon 68 Schülermitgliedschaften. Es darf abschließend festgestellt werden, das Schützenhaus erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit und wird außerordentlich gut angenommen. Der Sport wurde in all den vergangenen Jahren intensiv gefördert, die Geselligkeit und Kameradschaft gepflegt, das Vereinsklima stimmt. Das zeigen insbesondere die Mitgliederzahlen und der Verschleiß von nur drei Präsidenten. Um den Bestand des Vereins brauchen wir keine Ängste hegen, denn die Jugend steht zum Verein und die Mitglieder scheuen den Einsatz nicht. Mit dem Geschaffenen können wir zufrieden sein und mit Stolz und Freude darauf blicken. Ein besonderer Dank sei den Sportlern, der Thekenmannschaft und dem gesamten Vorstand ausgesprochen. Die uneigennützige Arbeit und das ehrenamtliche Engagement sind für das Überleben des Vereins unbedingt erforderlich. Wenn auch in der heutigen Gesellschaft die Brauchtumspflege nicht zu den Gütern gehört, die gebührende Anerkennung finden, so bedeutet Brauchtumspflege nicht die Asche anzubeten, sondern die Glut des Vereinslebens zu schüren und damit viele gesellschaftspolitische Aufgaben in der heutigen Zeit zu übernehmen.



Hans-Heiner Krampf, Schriftführer

Gründungsmitglieder 1954

Baringhaus, Josef

Barrenpohl, Günter

Barrenpohl, Wilfried

Bolte, Hubert

Brickwedde, Josef

Glüsenkamp, Hans

Kleine, Bernhard

Krampf, Johannes

Jansing, Josef

Krampf, Helmut

Krampf, Josef

 

Brune, Hermann

Kerkhoff, Gerrit

Menke, Willy

Schneider, Alfred

Schnieder, Ewald

Schubert, Bernhard

Schubert, Norbert

Uhlenkamp, Ferdinand

Wichmann, Hermann

Wechelmann, Franz

Wessel, Emil

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