Icker Volks- und Schützenfest: Ein Fest der Generationen

Am Wochenende vom 22. – 24 Juli 2017 feierten die Icker Schützen mit ihrem Schützenkönig Andreas Glandorf und seiner Königin Martina sowie dem Hofstaat ein rauschendes 63. Volks- und Schützenfest.

Traditionell starteten die Festtage am Samstag mit dem Hochamt in der frisch renovierten Icker Kirche. Im Anschluss daran zogen die Schützen begleitet vom Bläserchor Rulle und Spielmannszug Haste durch die festlich geschmückten Straßen zur königlichen Residenz, wo sie bei Sonnenschein bestens bewirtet wurden.  Eine besondere Überraschung und zugleich ein „Hingucker“  für die folgenden Jahre hatte der Hofstaat für das amtierende Königspaar in Form von schweren metallenen Vereinswappen angefertigt. Diese Embleme zierten sowohl die Ehrenpforte beim König als auch den aufgestellten Masten auf dem Kirchplatz. Nach den Beförderungen mehrerer Vereinsmitglieder durch den König marschierten die Schützen gut gelaunt zum Festplatz an der Icker Landstraße.

Zu Beginn der großen Zeltfete mit der MAX Band wurden die geladenen Gastvereine SV Vehrte, SV Rulle und SV Belm-Powe gebührend empfangen ehe sie mit zahlreichen Besuchern aller Altersklassen, Ortsansässigen wie Auswärtigen ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden feierten.

Der Sonntag begann nach einem kleinen Regenschauer mit dem Festumzug durch das geschmückte Dorf. Am Festplatz angekommen begrüßte Präsident Uwe Kriegisch die anwesenden Gäste und Schützen. In seiner Rede ging er auf die Bedeutung gewachsener und fest verwurzelter Traditionen für die heutige Zeit bzw. für das Vereinsleben und die Brauchtumspflege als kultureller Bestandteil ein. Der Präsident zeigte zudem die besondere Verantwortung der Schützenvereine hinsichtlich des Schießsports auf. Insbesondere nach schrecklichen Tragödien durch Schusswaffen stehe das Schützenwesen in Kritik und würden Rufe nach strengeren Reglementierungen oder Verbot von Waffenbesitz laut. Den Schießsport pauschal zu verurteilen, so Kriegisch, sei jedoch falsch, da immer der Mensch entscheidend ist, der mit Waffen umgeht, sein Charakter und seine Persönlichkeit. Gerade hier seien es die Schützenvereine, die die Menschen, gerade Jugendliche, zu mehr Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt hinführen. „Ich weiß, dass sich unsere Sportleitung und Schießwarte dieser besonderen pädagogischen Verantwortung bewusst sind und sich dafür auch einsetzen“, sagte der Präsident.

Zudem bedankte sich Kriegisch ganz herzlich bei allen Helfern und Schützen, die zur Organisation und Gestaltung des Schützenfestes beigetragen haben sowie bei allen, die den Verein finanziell fördern oder ehrenamtlich tatkräftig in verschiedenster Form unterstützen.

Im Rahmen der Auszeichnung der verdienten Mitglieder des Vereins wurden insgesamt 20 Jubilare für 25, 40 und 60 jährige Mitgliedschaft sowie 2 Schützenschwestern und 13 Schützenbrüder für ihre besonderen Leistungen geehrt.

Das sind im Einzelnen:

Für 25 jährige Mitgliedschaft mit der Ehrennadel in Silber vom Bund der Osnabrücker Schützen und der silbernen Ehrennadel des Vereins: Annette Westermann, Bernadette Krampf, Martha Krampf, Ursula Hanenberg, Gabriele Fänger, Kathrin Haala, Heiner Langewand, Christian Grünebaum, Sebastian Wiesnau, Friedhelm Schnieder, Friedhelm Vor dem Berge, Klaus Kopytziok und Hubert Escher.

Für 40 jährige Mitgliedschaft mit der Ehrennadel in Gold vom Bund der Osnabrücker Schützen und der goldenen Ehrennadel des Vereins: Mark Holtmeyer, Martin Fänger, Herbert Buddecke.

Für 60 jährige Mitgliedschaft mit der Ehrennadel in Gold vom Bund der Osnabrücker Schützen und der goldenen Ehrennadel des Vereins: Gerrit Kerkhoff, Werner Lange sen., Karl-Heinz Lange, Josef Fiedeldey.

Für ihren Einsatz und für besondere Verdienste mit der Bronzenen Verdienstnadel des Schützenkreises Osnabrück-Land-Nord: Jonas Ströer, Lukas Linnemann.

Für ihren Einsatz und für besondere Verdienste mit der Silbernen Verdienstnadel des Schützenkreises Osnabrück-Land- Nord: Lydia Meyer zu Farwig, Christian Krampf, Andreas Moormann, Hubert Bolte.

Für ihren Einsatz und für besondere Verdienste mit der Goldenen Verdienstnadel des Schützenkreises Osnabrück-Land- Nord: Annika Loch, Andre Hanenberg, Christopher Jansing, Michael Hörnschemeyer.

Für ihren Einsatz und für besondere Verdienste erhält die Silberne Ehrennadel vom BOS – Bund der Osnabrücker Schützen: Ewald Schnieder, Hubert Bolte, Martin Altewichard.

Für ihren Einsatz und für besondere Verdienste mit der Goldenen Ehrennadel vom BOS – Bund der Osnabrücker Schützen: Hendrik Lager.

Für seine langjährigen verdienstvollen Tätigkeiten im heimischen Schützenwesen das Ehrenkreuz in Bronze vom BOS – Bund der Osnabrücker Schützen: Dieter Hanenberg

Nach den Ehrungen stärkten sich die Anwesenden, untermalt vom Platzkonzert des Bläserchores Rulle sowie des Spielmannzugs Haste, am Kuchenbuffet und schwangen am Abend zur Musik von DJ MAX das Tanzbein.

Der Montag stand dann ganz im Zeichen des Wettbewerbs und des Kinderschützenfestes und leider auch des stetigen Regens. Beim Nachwuchs nahmen viele Kinder am Adlerschießen teil, wobei folgende Teilnehmer besonders erfolgreich waren: Luca Budweg (Krone), Jannik Grewe (Ring), Leonie Krampf (Kopf), Lennard Marquardt (Zepter), Julia Hamacher (Reichsapfel), Jan-Philipp Brockmann (rechte Kralle), Joanne Altewichard (linke Kralle), Mara Gildemeiester (rechter Flügel), Mirja Kleine (linker Flügel), Neele Hackmann (Schwanz). Den Rumpf holte sich Nico Wichmann, der Louisa Linkemyer zu seiner Königin erkor und als Adjutanten Lennard Marquardt sowie Lotta Moormann bestimmte.

Das parallel laufende Adlerschießen der Erwachsenen, an dem sich 175 Schützen beteiligten, wurde vom traditionellen Erbsensuppe-Essen unterbrochen, zu dem auch Gönner und Förderer des Vereins eingeladen waren.

Erfolgreiche „große“ Adlerschützen waren Frank Thünemann (Krone), Heinz Knostmann (Ring), Lukas Linnemann (Kopf), Hendrik Hammerlage (Zepter), Niklas Schnieder (Reichsapfel), Hubert Weber (rechte Kralle), Hubert Wellmann (linke Kralle), Steffen Lueske (rechter Flügel), Erich Thunert (linker Flügel) und Inga Thünemann (Stoß). Beim Kampf um die Königswürde konnte sich final Martin Altewichard gegen die starke Konkurrenten  behaupten und den Wettbewerb nach insgesamt 65. Schüssen auf den Rumpf für sich entscheiden. Zur Königin erkor Martin Altewichard seine Frau Claudia und als Adjutanten wählte er Wolfgang und Alexandra Hamacher. Das Amt des Ehrenpaares übernehmen Kristian und Katja Glandorf sowie Andre und Kristina Hanenberg.

Aufgrund der Witterung geleitete der Spielmannszug Vehrte die Icker Schützen am Montagabend erst mit ihren Autos zum Schützenplatz ehe sie dort musikalisch das Zelt bis zur Proklamation des neuen Königs in Stimmung brachten. Bei der anschließenden Tanzparty mit der MAX Band wurde der neue König Martin Altewichard, der vor genau 30 Jahren schon Erfahrungen als Kinderschützenkönig sammeln konnte, gebührend von den Vereinsmitgliedern sowie allen weiteren Gästen bis weit in die Nacht hinein gefeiert.

Den Abschluss des gelungenen 63. Schützenfestes in der Vereinsgeschichte des Icker SV bildete das Katerfrühstück am Dienstagmorgen, bei dem rege Beteiligung herrschte.

 

Presse SV Icker

Katja Glandorf

 

Foto: Friedhelm Vor dem Berge

Personen auf dem Foto von links nach rechts:

Vordere Reihe: Louisa Linkemeyer, Nico Wichmann, Lotta Moormann, Lennard Marquardt

Hintere Reihe: Alexandra und Wolfgang Hamacher, Claudia und Martin Altewichard, Katja und Kristian Glandorf, Kristina und Andre Hanenberg

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