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Schützenverein Icker feiert ein Schützenfest voller Tradition, Gemeinschaft und bewegender Momente

Icker. Mit einem feierlichen Schützenhochamt begann am Samstagnachmittag das Schützenfest 2026 des Schützenvereins Icker. In der gut besuchten Kirche fand Pastor Hermann Prinz eindrucksvolle Worte für den besonderen Stellenwert des Schützenfestes. Mit dem Zitat der Toten Hosen „An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit“ schlug er eine Brücke zwischen Glauben, Gemeinschaft und den Werten des Schützenwesens. Seine Predigt machte deutlich, dass gerade diese besonderen Tage das Miteinander stärken und lange in Erinnerung bleiben. 

Im Anschluss marschierten die Schützenschwestern und Schützenbrüder gemeinsam mit den Musikkapellen, dem amtierenden Königspaar Oliver und Konny Schubert, ihrem Hofstaat sowie zahlreichen Gästen zur festlich geschmückten Königsresidenz „Am Hang“. Dort wurde der Schützenverein Icker herzlich empfangen. Die mit viel Liebe gestaltete Residenz bot den würdigen Rahmen für einen gelungenen Auftakt und spiegelte die große Gastfreundschaft des scheidenden Königspaares wider. 

Am Sonntag setzte sich um 14.30 Uhr der große Festumzug vom Icker Dorf aus in Richtung Schützenplatz in Bewegung. Gemeinsam mit den Kutschen, Planwagen, den Musikkapellen, den Majestäten und zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern zog der Festzug durch den Ort. Auf dem Schützenplatz begrüßte der Vorsitzende des Schützenvereins Icker, Günther Westermann, die zahlreichen Ehrengäste. Unter ihnen waren Landrätin Anna Kebschull mit ihrem Ehemann Olaf, Bürgermeister Viktor Hermeler mit seiner Frau Jutta, der Vizepräsident des Schützenkreises Osnabrück-Land-Nord Bastian Oertel, der Präsident des Bundes Osnabrücker Schützen Franz-Georg Wurm sowie zahlreiche Präsidenten, Majestäten und Abordnungen der befreundeten Schützenvereine. 

In seiner Festansprache unterstrich Günther Westermann die große Bedeutung des Schützenvereins Icker für das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde Belm. Besonders hob er das außergewöhnliche Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, der Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer sowie der zahlreichen Sponsoren hervor. Ebenso würdigte er die erfolgreiche Jugendarbeit und die Offenheit des Vereins, der seit seiner Gründung im Jahr 1954 für Gemeinschaft, Verantwortung und Zusammenhalt steht. Im Anschluss wurden zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Vereinstreue und ihre besonderen Verdienste ausgezeichnet. In einer würdevollen Totenehrung gedachte der Verein seiner verstorbenen Mitglieder. 

Der Montag begann traditionell um 10 Uhr mit dem Königsschießen der Kinder und Erwachsenen. Zunächst wurde vor dem gemeinsamen Erbsensuppe-Essen der neue Kinderkönig ermittelt. Den entscheidenden Schuss setzte Luca Repp, der Nora Hackmann zu seiner Kinderkönigin erwählte. Gemeinsam mit Adjutant Noel Repp und Adjutantin Emily Schaub bildet das junge Königspaar den neuen Kinderhofstaat. 

Zum traditionellen Erbsensuppe-Essen konnte Vorsitzender Günther Westermann erneut zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und dem Schützenwesen begrüßen. Neben vielen Sponsoren und Unterstützern des Vereins nahmen zahlreiche Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker der Gemeinde Belm sowie Vertreter der befreundeten Schützenvereine an der Veranstaltung teil. In seiner Ansprache dankte Westermann allen Förderern für ihre langjährige Unterstützung und hob die enge Verbundenheit zwischen Verein, Gemeinde und Ehrenamt hervor. 

Ein besonderer Höhepunkt des Montags war die Ehrung des scheidenden Bürgermeisters Viktor Hermeler. Als Zeichen der Anerkennung für seine langjährige Unterstützung und seine enge Verbundenheit mit dem Schützenverein Icker überreichte Günther Westermann ihm die Ehrenurkunde des Schützenvereins Icker

Nach dem gemeinsamen Essen richteten sich alle Blicke auf das traditionelle Adlerschießen. Insgesamt 203 Schützenschwestern und Schützenbrüder beteiligten sich an dem Wettbewerb. Der Adler, der mit einem Augenzwinkern auf den Namen „Infantino“ getauft worden war, erwies sich als ausgesprochen widerstandsfähig und fiel erst nach 391 Schüssen

Zunächst wurden die erfolgreichen Adlerschützen für die errungenen Insignien geehrt. Die Krone sicherte sich Nicole Baumhammer, den Ring Lars Balgenorth, den Kopf Kevin Kopitziok, das Zepter Julia Klemann, den Reichsapfel Charlotte Linkemeyer, den linken Flügel Mirja Kleine, den rechten Flügel Greta Marquard, die linke Kralle Florian Reichel, die rechte Kralle Jan Eric Schötz und den Stoß Andrea Bolte. 

Den entscheidenden Schuss auf den Rumpf setzte schließlich Henrik Hanenberg, der damit neuer Schützenkönig des Schützenvereins Icker wurde. Zu seiner Königin erwählte er Lara Wichmann. Zum Hofstaat gehören Adjutant Lukas Linnemann, das Ehrenpaar Luca Walter und Kiara Grewe sowie Ehrenherr Nils Bockholt. Unter großem Jubel wurde das neue Königspaar proklamiert und mit einem festlichen Ehrentanz gefeiert. 

Mit bewegenden Worten verabschiedete Günther Westermann zugleich das scheidende Königspaar Oliver und Konny Schubert mit seinem Hofstaat. Er dankte ihnen für ein Königsjahr, das von außergewöhnlichem Engagement, großer Herzlichkeit und gelebter Gastfreundschaft geprägt gewesen sei. Besonders die Königsresidenz „Am Hang“ habe sich während ihrer Regentschaft zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt und dem Schützenfest einen stimmungsvollen Auftakt bereitet. 

Für den musikalischen Rahmen sorgten das Flötenorchester Osnabrücker Land, der Bläserchor Rulle und das Trompetercorps Hesepe. Ein herzlicher Dank galt außerdem den Kuchenfrauen, dem Festausschuss, den Fahrerinnen und Fahrern der Kutschen und Planwagen, den Reitern, dem Deutschen Roten Kreuz, der Polizei, dem Festwirt, den Schaustellern sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Schützenfestes beigetragen haben. 

Mit seinem harmonischen Verlauf, der beeindruckenden Beteiligung und den vielen emotionalen Höhepunkten hat das Schützenfest 2026 einmal mehr bewiesen, dass der Schützenverein Icker für gelebte Tradition, starken Zusammenhalt und ein aktives Dorfleben steht. Die Worte aus dem Schützenhochamt fassten das Fest treffend zusammen: „An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit.“ 

Gez. Günther Westermann 

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